Start-Ende Distanz Fahrzeit Ø Speed max.Speed Höhe Wetter Unterkunft
11:30 - 16:30 55,09km - -km/h -km/h -m ?°C leicht bewöklt und heiß Hudson Plaza Motel (statt $92 - $64)

07. Jul 2007 - Bayonne (NJ)

Da ich am Vortag viel später als erwartet in meinem Hotel eintraf, muss ich am diesem Morgen noch einiges erledigen. Zunächst besorge ich mir im Barnes u. Nobel beim Union Square Straßenkarten für New Jersey, Pennsylvania und Indiana. Dann checke ich aus und versuche New York City Richtung Norden über die George Washington Bridge zu verlassen, was sich viel einfacher anhört als es tatsächlich ist. Bei der zweiten roten Ampel fährt mir eine betagte Dame mit ihrer Stoßstange auf den Hinterreifen meines Anhängers. Ich gestikuliere wie wild und sie setzt ihren Amischlitten zurück, sodass ich unbeschadet weiterfahren kann.
Das erste Bild zeigt die George Washington Bridge über den Hudson River, der New York vom Bundesstaat New Jersey trennt.

Nach einigen missglückten Versuchen diese Brücke auf dem Fahrradweg zu überqueren, schaffe ich es endlich nach New Jersey. Doch dort erwarten mich wiederum nur Autos, Autos und Strassen voller Autos. Auf die Frage nach Fahrradwegen bekomme ich keine brauchbaren Antworten. Den ambitionierten Versuch über Orange zur Delaware Water Gap zu gelangen und so bereits am Start Robert Stark einige Meilen abzuluchsen muss ich entnervt aufgeben. Meine Bundesstaat-Karte ist zum Navigieren in der Stadt einfach zu wenig detailliert. So entscheide ich mich schlussendlich entlang des Hudson Rivers Richtung Süden zu fahren und der Route von Robert Stark zu folgen. Als ich dann schon hinter der Stadt New Jersey bin und die Gegend immer verlassener wird entscheide ich mich das nächst beste Motel zu nehmen.

Das war das Hudson Plaza. Die schlimmste Absteige die ich bis dato gesehen habe. Der Mann - Bob - hinter der Rezeption ist mit Panzerglas gesichert und seine Tür mit mindestens zwei Schlössern versperrt. Die Nacht kostet $92 und der Renner sind "short stays". Gleich in der Rezeption hängt ein Kondomautomat. Da das mein erstes Motel in den USA war, denke ich mir zunächst nichts dabei! Bob (eigentlich Feuerwehrman) merkt sofort, dass ich keine Ahnung habe, wo ich hier eigentlich gelandet bin. Er fragt mich nach meiner weiteren Route und ich sagt, dass ich morgen zur Delaware Water Gap in PA wolle. Wie es der Zufall so will hat Bob Verwandtschaft in dieser Gegend und mich sofort telefonisch für den kommenden Tag bei seiner Cousine Meg und ihrem Mann Greg Murray angemeldet. Ausserdem hat er mir eine super Wegbeschreibung angefertigt, die mich sicher an mein Ziel bringen sollte.

Obwohl es nicht weit zum nächsten Supermarkt ist, entscheide ich mich mein Motelzimmer nicht zu verlassen und esse Chips und Bretzel aus dem Automaten zum Abendessen.